
Künstliche Intelligenz ist nicht nur eine aufkommende Technologie: Sie ist ein Faktor, der Wirtschaftsmodelle, Arbeitsorganisation, Kompetenzen und Führung neu definiert. In diesem historischen Wandel geht es nicht nur darum, wie viel investiert wird, sondern wer an der Gestaltung dieses neuen Szenarios teilnimmt und mit welcher Vision.
Am 10. März findet live auf den Social-Media-Kanälen von DKTS und Women&Tech® ETS eine Diskussion statt, die auf dem Artikel „KI und Wettbewerbsfähigkeit: Italien kann nicht tatenlos zusehen“ basiert und diesen erweitert, indem sie den Fokus auf das Thema Menschen und Kompetenzen legt.
Im Gespräch werden Ernesto Damiani, Stefano A. Cerri und Silvia Migliavacca sein, moderiert von Gianna Martinengo. Das Gespräch vereint die wissenschaftliche, die industrielle und die kulturelle Perspektive mit dem Ziel, zu verstehen, welche Bedingungen notwendig sind, damit Italien eine glaubwürdige Präsenz im europäischen KI-Ökosystem aufbauen kann.
In einem globalen Kontext, der von milliardenschweren Investitionen und einem immer intensiveren Wettbewerb geprägt ist, kann der wahre Stärke unseres Landes nicht die finanzielle Größe sein, sondern das Humankapital. In den letzten Jahren wurden Tausende junger Forscher und hochqualifizierter Fachkräfte ausgebildet: Die Herausforderung besteht darin, die Bedingungen zu schaffen, um sie zu fördern, zu halten und strukturell in das Produktionssystem zu integrieren.
Für Women&Tech ist dieser Schritt auch aus einer anderen Perspektive entscheidend. Künstliche Intelligenz ist nicht neutral: Sie spiegelt die Daten, die Entscheidungen und die Prioritäten derjenigen wider, die sie entwerfen und steuern. Deshalb ist es von grundlegender Bedeutung, dass Frauen und Männer ausgewogen an der Entwicklung von Kompetenzen, der Forschung, der Governance und den strategischen Entscheidungen teilnehmen, die die technologische Entwicklung lenken werden.
KI kann zu einem Instrument für inklusive Entwicklung werden, das neue Innovationsmodelle im Kulturgutbereich, im Gesundheitswesen, im Tourismus, in der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft sowie in den fortgeschrittenen Dienstleistungen ermöglicht. Damit dies geschieht, ist ein Ökosystem erforderlich, das Universitäten, Unternehmen und Schulen verbindet und bereits auf den ersten Bildungsebenen übergreifende Kompetenzen vermittelt.
Das Treffen am 10. März wird keine technische Debatte sein, die nur Fachleuten vorbehalten ist, sondern ein Moment kollektiver Reflexion darüber, wie man eine digitale Zukunft gestalten kann, die Wettbewerbsfähigkeit, Verantwortung und Inklusion vereint.
KI ist eine globale Herausforderung. Die Antwort kann europäisch sein. Aber sie muss auch tief kulturell sein.