
Text von Eliana Liotta, mit wissenschaftlicher Betreuung von Michela Matteoli, entnommen aus dem Buch Der strahlende Geist von Eliana Liotta und Michela Matteoli, herausgegeben von Sonzogno.
In einer Zeit, in der Wissensarbeit zunehmend von Technologie, künstlicher Intelligenz und Informationsüberflutung geprägt ist, wird das Verständnis dessen, was unseren Geist nährt und schützt, zu einer immer wichtigeren Kompetenz. Die Essayistin Eliana Liotta und die Neurowissenschaftlerin Michela Matteoli erzählen dies in der szenischen Lesung, die auf ihrem Bestseller La mente radiosa (Sonzogno, 2026) basiert und in Zusammenarbeit mit dem Piccolo Teatro di Milano realisiert wurde.
Durch einen literarischen und wissenschaftlichen Dialog führen die Autorinnen das Publikum auf eine Reise durch Gedanken, Gefühle und Nahrungsmittel, die unseren Verstand nähren und das Leben erhellen.
Zwischen ihre Worte eingestreut und deren Bedeutung verstärkend, Auszüge aus den Suites für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach: eine Musik, getragen von einer rationalen Architektur, aber zugleich tief emotional, in einer Art Echo zur Struktur des erzählten Textes. Die nackten Stimmen der Autorinnen und des Instruments verweben sich, um daran zu erinnern, dass unser Gehirn sich ständig verändert, während wir leben, und dass wir immer bessere Menschen werden können.
Wie die Corriere della Sera schrieb, erzählt der Essay Der strahlende Geist, dass „die Gesundheit und Langlebigkeit des Gehirns auf materieller und immaterieller Nahrung beruhen“ und dass „wir das Ergebnis jedes gemeinsamen Abendessens, jedes Lachens, jeder Liebe sind.“